Unter der Kategorie „Auf Architektour“, stellten wir Ihnen bereits Projekte im dänischen Aarhus und das Gelände der ehemaligen IBM Zentrale (Eiermann-Campus) vor. In diesem Blogbeitrag nehme ich Sie mit auf Architektour durch Stuttgart.

In Stuttgart gibt es nicht nur drei Hochschulen, an denen man Architektur studieren kann, sondern man findet im Stadtgebiet zahlreiche interessante Bauwerke verschiedenster Stilrichtungen. Doch sehen Sie selbst. Alle Ziele dieser Tour können mit der Stadtbahn erreicht werden. Eine Karte der gesamten Tour finden Sie am Ende des Blogbeitrags. Start der Architektour ist am

Fernsehturm Stuttgart

Der weltweit erste Fernsehturm wurde von dem Bauingenieur Fritz Leonhardt entworfen, in Stahlbetonbauweise gebaut und 1956 eröffnet. Dieses Stuttgarter Wahrzeichen – der Turm ist knapp 217 m hoch – lässt einen schon von Weitem wissen, wo Stuttgart liegt. Von der Aussichtsplattform hat man einen wunderbaren Rundblick auf Stuttgart und die Nachbargemeinden. Vielleicht sehen Sie bereits das nächste Ziel unserer Architektour?

Die Neue Staatsgalerie Stuttgart

Mit der U15 ab der Haltestelle Ruhbank / Fernsehturm machen wir uns auf den Weg zur Staatsgalerie Stuttgart. Während der Fahrt genießen Sie die Aussicht auf den Talkessel. An der Haltestelle Eugensplatz steigen wir aus und gehen – gerne auch mit einem Eis in der Hand – die Eugenstaffel hinunter zur Staatsgalerie.

Ursprünglich 1843 eröffnet, erhielt die klassizistische Staatsgalerie 1984 einen Erweiterungsbau von dem britischen Architekten James Stirling im postmodernen Stil. Außer montags können Sie in den Museumsräumen wechselnde Ausstellungen und die Sammlung besuchen. Zu dem von Stirling realisierten Ensemble gehört auch das Kammertheater und die Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart. Weiter geht es durch den oberen Schlossgarten zum

Kunstmuseum Stuttgart

Dieser Glaskubus aus dem Jahr 2005 liegt zentral am Schlossplatz und an der Haupteinkaufsstraße Stuttgarts, der Königstraße. Entworfen wurde es von dem Architekturbüro Hascher und Jehle. Von innen hat man neben dem Kunstgenuss einen direkten Blick auf das Neue Schloss. Spiegelt sich tagsüber in den Fensterflächen des Gebäudes noch die Umgebung, so gewährt es in der Dunkelheit einen interessanten Blick auf die sich hinter der Fassade befindlichen Ausstellungsräume.

Kubus Stuttgart

Stadtbibliothek am Mailänder Platz

Vorbei am Hauptbahnhof geht es in das neue Stadtviertel rund um den Mailänder Platz. Hier befindet sich ein weiteres architektonisches Highlight Stuttgarts, die 2011 eröffnete Stadtbibliothek von Eun Young Yi. Ein weiterer Kubus mit einem sehenswerten Innenleben und einer zugänglichen Dachterrasse, die einmal mehr einen schönen Rundblick z. B. auf den Fernsehturm bietet.

Stadtbibliothek Stuttgart

Mit der Stadtbahnlinie U5 geht es in Richtung Killesberg zum Weissenhofmuseum Le Corbusier und der

Weissenhof-Siedlung

Die Gebäude der Weissenhofsiedlung wurden für die Werkbundausstellung 1927 entworfen. Ziel war es, Gebäude und Wohnungen für den modernen Großstadtmenschen zu entwerfen. Unter der Leitung von Ludwig Mies van der Rohe wurden Einfamilienhäuser, Doppelhäuser und Reihenhäuser von internationalen Architekten wie Le Corbusier, Walter Gropius oder Hans Scharoun gebaut. Ziel dieser Siedlung war es – auch damals schon – kostengünstigen und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Seit 1958 steht die gesamte Architektursiedlung unter Denkmalschutz. Im Jahr 2006 wurde im Doppelhaus von Le Corbusier und Pierre Jeanneret das Weissenhofmuseum eingerichtet. Im Inneren erleben Sie das Raumkonzept sowie die moderne Farbgestaltung und Einrichtung. Seit 2016 gehören die beiden Häuser zum Weltkulturerbe.

Weissenhofmuseum Stuttgart

Nach einem Spaziergang durch die Siedlung erreichen wir das Ende dieser Architektour.

Welche Gebäude empfehlen Sie für eine Architektour? Wir freuen uns über Ihren Kommentare.

 

Hier können Sie die gesamte Architektour durch Stuttgart auf einer Karte sehen:

Ihnen hat dieser Blogbeitrag gefallen?

Dann verpassen Sie auch in Zukunft keine neuen Artikel und folgen Sie dem Architekturbüro bei Facebook, Google+ und Instagram oder abonnieren Sie den RSS-Feed. Wir freuen uns über Ihre Weiterempfehlung.