Bald ist es wieder so weit, Bewerbungsschluss für das Architekturstudium an Hochschule oder Universität. Alle, die sich für den Architektenberuf interessieren, erfahren in diesem Blogbeitrag, welche Voraussetzungen man mitbringen sollte, um das Studium erfolgreich zu meistern und danach diesen schönen, aber auch anspruchsvollen Beruf auszuüben.

Welche Voraussetzungen sollte ich für ein Architekturstudium mitbringen?

Für ein Architekturstudium sind gute Noten und ein Interesse an MINT-Fächern wie Mathe und Physik Grundvoraussetzung. Gehören doch Vorlesungen wie Bauphysik, Baustatik, aber auch Tragwerkslehre und Konstruktion zu den Grundlagen des Studiums und zum späteren Arbeitsalltag.

Künstlerische Fähigkeiten sind z. B. für Illustrationen wichtig. Der Kunstunterricht in der Oberstufe sollte daher nicht abgewählt werden. Zwar gibt es für Entwürfe Software, die man im Studium kennenlernt, doch als Architekt muss man auch von Hand Skizzen und Zeichnungen anfertigen können. Wichtig für das Entwerfen ist, dass man eine gute räumliche Vorstellungsgabe hat.

Handwerkliches Verständnis ist nötig, um Bauprozesse verstehen und steuern zu können. Dazu gibt es Vorlesungen z. B. in Holztechnik, Sanitärtechnik oder Elektrotechnik. Beim Modellbau ist ein gewisses handwerkliches Geschick ebenfalls von Vorteil.

Für die Umsetzung eines Entwurfs ist es immer wichtig, dass dieser dem Budget des oder der Bauherren entspricht. Daher braucht ein Architekt Kenntnisse in Kalkulation und ein Verständnis für wirtschaftliche Erfordernisse. Dieses Wissen ist auch dann hilfreich, wenn man sich mit einem eigenen Büro selbstständig machen möchte.

Wer als Architekt/in später in allen sogenannten Leistungsphasen arbeiten möchte und insbesondere auch Bauleitung anbietet, für den sind Kenntnisse und ein Interesse am Bau- bzw. Projektmanagement unverzichtbar.

Ein/e künftige/r Architekturstudent/in sollte sich dafür begeistern, das Bild einer Stadt und das Leben von Menschen zu prägen. Dabei ist die Architektur einem steten Wandel unterworfen. Neue Themen und Vorgaben z.B. im Bereich Energieverbrauch entstehen und werden nachhaltig von gesellschaftlichen Entwicklungen beeinflusst.

Stahlkonstruktion eines Gebäudes

Welcher Studiengang ist der richtige?

Deutschlandweit gibt es viele Hochschulen und Universitäten, an denen man Architektur studieren kann. Ich empfehle einen praxisnahen Studiengang zu wählen, der die Anforderungen zur späteren Eintragung in eine Architektenkammer erfüllt. Nur so kann man nach zwei Jahren Berufspraxis die Berufsbezeichnung „Architekt/in“ führen.

Fazit

Fasst man den Beruf mit all seinen Facetten zusammen, so kommt für mich dies heraus:
Baukunst und Kreativität treffen auf Technik, Recht und wirtschaftliche Anforderungen.

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Eine Frage zum Schluss: Darf man als Architekt/in nur noch schwarze Rollkragenpullover tragen?

Es ist und bleibt ein Klischee. Daher keine Sorge, als Architekt muss man nicht ausschließlich schwarze Rollkragenpullover tragen, ich persönlich besitze keinen 🙂