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Jahresrückblick Architekturbüro Eisenbraun 2020

Das war 2020 – unser Jahresrückblick

Ein ereignisreiches Jahr geht zu Ende. Zeit, einen kurzen Blick zurückzuwerfen.

Die Corona Pandemie hat in diesem Jahr auch die Architektur und die Arbeit in meinem Architekturbüro stark beeinflusst. Wenn man mir Anfang Januar gesagt hätte, dass wir auf eine Pandemie zusteuern, die unser gesamtes (Arbeits-)Leben stark verändern wird, ich weiß nicht wie ich darauf reagiert hätte. Wahrscheinlich hätte ich es nicht für möglich gehalten.

Jahresrückblick: Das Architekturbüro Eisenbraun während der Corona Pandemie

Neben der Sorge um die Gesundheit der mir persönlich nahestehenden Menschen, bewegt mich in diesem Jahr die Frage nach dem Fortgang der von mir betreuten Bauprojekte.

Können die beauftragten Handwerker weiterhin auf den Baustellen arbeiten? Wie können sie voneinander Abstand halten und damit das Risiko einer Ansteckung minimieren? Werden die notwendigen Baustoffe und Fertigbauteile weiter angeliefert? Wie können Zeitpläne eingehalten werden? Alles Fragen auf die ich gerne sofort eine Antwort gehabt hätte.

Unser herausforderndster Blogbeitrag war im Jahr 2020 der Blogpost „Architektur in Zeiten von Corona“. Erstmalig veröffentlicht in einer Zeit, in der alles auf den Kopf gestellt wurde und einem keiner sagen konnte, was der nächste Tag an Neuerungen für das persönliche und berufliche Leben bringen wird.

Insbesondere die Bauherren sind froh, dass die von meinem Büro betreuten Bauprojekte unter Einhaltung von Hygienevorschriften nach Plan weiter gebaut werden konnten und sich zwei Projekte in der finalen Fertigstellung befinden.

Auch hat sich das Abhalten von Besprechungen auf Abstand, mit Maske, bei geöffnetem Fenster oder unter freiem Himmel als gut durchführbar erwiesen.

4-Familienhaus mit barrierefreier EG-Wohnung
Rückansicht: 4-Familienwohnhaus mit Luft/Wasser Wärmepumpe und barrierefreier EG-Wohnung

Wie entwickelten sich die Themen aus dem Jahresausblick 2020?

Im Jahresausblick 2020 habe ich mich z. B. mit der großen Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum in Ballungsgebieten, den hohen Preisen für nur im begrenzten Maße vorhandenen Baugrundstücken, den Verpflichtungen gegenüber dem Klimaschutz und der hohen Auslastung der Baufachhandwerker auseinandergesetzt.

Diese Themen haben sich in diesem Jahr – trotz der Umstände – als wichtig erwiesen. Sie sind zwar durch COVID-19 erst einmal in den Hintergrund getreten, bleiben aber weiterhin hoch aktuell. So ist trotz Corona die Nachfrage insbesondere nach Einfamilienhäusern, Zweifamilienhäusern und großzügigen Wohnungen nicht eingebrochen und auch die Preisentwicklung ging in der Region Stuttgart weiter nach oben. Baufachhandwerker und Dienstleister am Bau waren auch 2020 ausgelastet.

Die Pandemie zeigt uns aber auch deutlich, dass das Thema Klimaschutz in der Architektur, aber auch darüber hinaus, einen hohen Stellenwert haben muss. Lesen Sie dazu auch unsere Blogbeiträge zu den Themen Recycling von Baustoffen, Dachbegrünung und Wärmeschutz.

Was wird sich durch die Corona-Krise in der Architektur ändern?

Durch Corona hat das eigene Zuhause einen noch höheren Stellenwert erhalten. Das Haus oder die Wohnung dient als Home-Office, Schulersatz, Spielplatz und soll doch auch Rückzugsort sein und Platz zum Entspannen bieten.

Viele Menschen haben dieses Jahr auch den Balkon und den Garten für sich (wieder) entdeckt, Pflanzen ausgesät und sich über die selbst gezogenen Blumen und die eigene Erdbeer- oder Tomatenernte gefreut.

Diese Entwicklungen haben Einfluss auf die Art, künftig Wohnimmobilien zu bauen. So stehen Bauherren offenen Grundrissen derzeit eher skeptisch gegenüber. Ist es doch im Home-Office angenehmer, wenn man auch einmal die Tür hinter sich zu machen kann.

Und wird sich der Städtebau dauerhaft verändern?

Der bekannte Architekt Norman Foster geht davon aus, dass die Corona Pandemie langfristig zu keiner grundlegenden Veränderung in Städten führt. Themen wie nachhaltiges Bauen und nachhaltige Gebäude künftig aber noch mehr an Bedeutung gewinnen. Eine Entwicklung, die es schon vor Corona gegeben hat und die seiner Meinung nach durch die derzeitige Situation beschleunigt wird. Bei den Themen Digitalisierung und Arbeit im Home-Office konnten wir eine solche Entwicklung bereits in den letzten Monaten beobachten.

Ob Norman Foster recht behält?

Ich bin gespannt und wünsche Ihnen einen ruhigen Jahreswechsel und einen erfolgreichen Start ins Jahr 2021.

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Karl Eisenbraun

Hier bloggt Dipl.-Ing. Karl Eisenbraun, Architekt aus Leidenschaft und Inhaber des Architekturbüros Eisenbraun in Ostfildern.

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